Die Tage in Christchurch als Housekeeper verliefen sehr entspannt. Unsere freie Zeit verbrachten wir mit allen Bewohnern. So wurde zusammen gekocht, gegessen, Filme geschaut oder einfach nur abgehangen. So war Christchurch für uns wie das Leben in einer WG, eine weitere Facette in unserer Reise. Wellington war der Freundeskreis und Rotorua das Zuhause von Neuseeland.
Das hoch angeprisene Partyleben von Christchurch verlockte uns das ein oder andere Mal zum Ausgehen. Wie so oft blieben wir auch an dem einen Abend nicht lange alleine. Eine Junggesellentruppe von 40 Australien hat sich gut um uns gekümmert und gleich mal ihre Strandhäuser in Brisbane angeboten.
Unsere Christchurchzeit ging eine Woche früher als geplant zu Ende. Manchmal erfordern äußere Umstände auch Planänderungen. So führte uns dieser Weg wieder zurück auf die Nordinsel. Dabei kamen wir an einer Robbenbabykolonie vorbei. 50 aufgeweckte und verspielte Kameraden plantschen nur wenige Meter von uns entfernt im Wasser und trauten sich sogar an Land um uns genau zu beschnuppern.
Auf der Nordinsel angekommen, hieß es erstmal für eine Nacht: BACK TO BASE. Noch einmal unsere geliebten Housekeeper wiedersehen und einen Abend in Erinnerungen schwelgen, um dann good bye zu sagen, aber hoffentlich nicht für immer.
Mit dem näherrücken Rotoruas wurde unsere Vorfreude auf unser neuseeländisches Zuhause immer größer. Das ließ auch das Racing Team Hornoff – Adlung zu Höchstgeschwindigkeit auftouren. Dies hielt so lange an, bis die neuseeländische Polizei mit Blaulicht die Verfolgung aufnahm. Mit dem Herz in der Hose und dem Schweiß auf der Stirn versuchten wir dem Polizisten mit unserem Charm und Dackelblick zu erweichen. Wieder einmal rettete uns der Welpenbonus und der freundliche Polizist verabschiedete sich mit den Worten: “Ich will eure Ferien nicht ruinieren”. In Rotorua angekommen, wurden wir überglücklich von unserem Farm-Vati in die Arme geschlossen. Trevi konnte uns genau sagen, wieviele Tage wir ihn warten haben lassen und umso mehr mussten wir die verbleibenden 3 Tage auf der Farm auskosten. So wurde zum letzten Mal gemolken, Kälbchen gefüttert, zu dritt im deutschen Sandwich Motorrad gefahren und Geburtshilfe bei einem Kälbchen geleistet. Hierbei fassten wir kurzerhand natürlich ohne Handschuhe in die Kuh ![]()
Zu Rotorua gehören natürlich auch Adrian & Gigi, sowie unser Lieblingsmechaniker Stan, bei denen wir uns zum Essen einluden. Am letzten Tag wurden wir von Stan mit unserem McScreamy zum Bahnhof gebracht, so wie es sich für ein Mechanikerfreund gehört, kümmert er sich um den Verkauf unseres geliebten Autos und überweist uns dann einfach die Knete. Wenn wir für diese Schrottkarre überhaupt noch ein paar Kröten kriegen.
Der letzte neuseeländische Abend sollte nun in Auckland mit ein paar alt bekannten Argentiniern stattfinden. Mit viel Alkohol und Zappelei starteten wir zu viert in diesen Abend und endeten damit, dass wir beide uns erst am nächsten morgen um 6 im Hostel wiedertrafen. Die perfekte letzte neuseeländische Nacht mit südamerikanischem Flair!
In 5 Monaten Neuseeland hat sich die ein oder andere Tonne an Klamotten und Mitbringsel angesammelt. Das gefiel der Mutti am Emirates Check-In gar nicht. Aus 18 kg vom Hinflug wurden dann kurzerhand 33 kg für den Rückflug
So wurde also noch einmal panisch umgepackt und 100$ extra für Übergepäck geblecht. Vorm Bording wurden dann alle Klamotten aus dem Handgepäck einfach angezogen, weil das war leider auch viel zu schwer.
1 – 2 Spaß mit Robbenbabies nördlich von Kaikora
3 Geburtshilfe bei Kuh # 47
4 Anschließende Kälbchenbetreuung
5 Unser geliebter Farmvati Trevi
6 Lieblingsplatz auf der Farm mit Hot Milk Milo & Lonely Planet
Wehmut ist wahrscheinlich das richtige Wort, was beschreiben kann wie wir uns dabei fühlen dieses lieb gewonnene Land zu verlassen. Wir durften hier einfach nur das machen zu dem wir Lust hatten. Ganz ohne Verpflichtungen in den Tag hinein leben und genießen. Es wurde gelacht und geweint, einfach alles zu 100% gefühlt. Wir haben tolle Menschen kennen und lieben gelernt. Wir waren kurze Zeit ein Teil von Neuseeland und haben unsere Spuren hinterlassen. Wir wurden mit offenen Armen aufgefangen und mit Tränen verabschiedetet. Und das alles zu zweit, im Gleichschritt wenn auch manchmal gegen den Rhythmus sind wir uns immer näher gekommen. Wir hatten große Erwartungen an die Zeit und sie wurden übertroffen, immer wieder und nun kehren wir den Kiwis den Rücken und wissen eins: irgendwann kommen WIR wieder.
Wir danken euch für das fleißige Lesen und Beteiligen. Wir haben uns über jeden Kommentar riesig gefreut. Bis auf ein Wiedersehen daheim.
Unsere Reise geht nicht zu Ende, sie geht nur in eine andere Richtung!
















































































































































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